Rückfahrt Frankreich

Auch in Frankreich fahren wir einige Stellplätze an, die wir schon von der Hinfahrt her kennen. Frankreich ist ein Paradies für Wohnmobilisten, viele Stellplätze sind kostenlos oder total günstig.

Der erste Stopp in Frankreich ist Vieux-Boucau-les-Bains. Jetzt beginnt schon die Saison und der Stellplatz ist teurer als das letzte Mal. Vor dem Meer gibt es noch einen See und eine riesige Düne, daher waren wir das letzte Mal gar nicht am Atlantikstrand. Aber jetzt wird das nachgeholt.

Auf dem Weg dorthin sehen wir sehr viele Angler und Luis sieht ewig interessiert zu. Hier genießen wir zum letzten Mal den Strand und das Meer, denn es heißt nun Abschied nehmen von der Atlantikküste. Auf dem Stellplatz werden nochmal die Fahrräder vom Fahrradträger geholt und die Kinder düsen hier herum.

 

Danach geht es weiter nach Créon, auch ein uns bekannter Stellplatz. Hier sehen wir sofort wieder das Zebra-Wohnmobil. Es gehört einer Frau, die in ihrem Wohnmobil lebt. Auch sie erkennt uns wieder und wir dürfen uns ihr selbst ausgebautes Wohnmobil sogar einmal ansehen. Sie erzählt uns, dass sie im nächsten Winter ebenfalls in Portugal überwintern will. Wir bleiben hier ein paar Tage, genießen das schöne Wetter, machen eine kleine Fahrradtour.

Direkt am Stellplatz entlang ist nämlich eine stillgelegte Bahntrasse die jetzt ein Fahrradweg ist. Das Highlight ist ein alter Zugtunnel, durch den wir fahren.

 

Als nächstes halten wir in La Courounne. In der Früh sehen die Kinder zwei Männern zu, die die Bäume am Parkplatz beschneiden. Das ist die Gelegenheit, frische Zweige zum Schnitzen zu bekommen! Wir bleiben hier nur eine Nacht, aber bevor wir weiter fahren machen wir noch einen kleinen Spaziergang im Ort.

Ein Baguette-Automat

 

An einem kleinen Zwischenstopp an einem Fluss entdecken wir dann noch einen schönen Spielplatz. Danach spielen die Kinder noch am Fluss und wir genießen die Sonne und den Ausblick mit einer Tasse Kakao.

 

Am Lac de Saint Pardoux ist ein schöner Stellplatz an einem Stausee.

Ein Nest einer Blaumeise in einer Baumhöhle.

Die Kinder versuchen wieder zu angeln und es gibt hier gleich zwei Spielplätze. Viel interessanter ist aber ein Schwimmbad, dass leider noch nicht geöffnet hat, da es erst neu gebaut wurde. Dort macht nämlich gerade ein Roboter die Fliesen des Schwimmbeckens sauber. Am Stellplatz macht ein französischer kleiner Junge viele Faxen, als er sieht, dass bei uns zwei Kinder sind. Das sorgt natürlich gleich für gute Laune und unsere Kinder machen mit.

 

Der nächste Stellplatz ist in Bessay-sur-Allier direkt neben einer Kirche, die in aller Früh Sturm läutet.

Spannend ist hier ein „Geheimdurchgang“, ein Bogendurchgang vom Parkplatz zum Park und Spielplatz nebenan, der in eine Hecke geschnitten ist. Am Abend findet hier in der Nähe noch ein Fußballspiel statt, die Kinder finden den angrenzenden Spielplatz aber bald viel interessanter.

 

Auf dem nächsten Stellplatz, den wir anfahren wollen, findet gerade ein Volksfest statt, daher können wir hier nicht übernachten. Wir gehen aber noch eine Runde über den Festplatz, bevor wir weiter fahren.

 

In Génelard übernachten wir dann direkt an einem Kanal an einer kleinen Anlegestelle für Boote.

Am Abend ist auf irgendeinem Boot eine Party mit Liedern aus den 70ern und 80ern. Auch etliche „Neue deutsche Welle“-Lieder sind dabei und es wird kräftig mit gegrölt. Luis und ich hören vom Alkoven aus zu und haben viel zu Lachen. Am nächsten Tag sehen wir, wie sich die Deutschen durch die Schleuse manövrieren. Als Eduard sie fragt, ob sie es waren, die gestern so „schön“ gesungen haben, verneinen sie dies, aber ein markantes Lachen eines Mannes verrät sie. 🙂

Am nächsten Tag versucht Luis vergeblich, Eidechsen zu fangen, die hier unter den Steintreppen wohnen. Als wir zum zweiten Mal einen Mann mit zwei Hunden sehen, kommen wir ins Gespräch und er lädt uns für den Nachmittag spontan in sein Haus ganz in der Nähe ein. Auf dem großen Grundstück befinden sich mehrere Gebäude, unter anderem eine alte Wassermühle, die einst Strom für eine Töpferei erzeugt hatte.

Im Garten gibt es viel zu entdecken, der Hund Flikki freut sich darauf, mit den Kindern zu spielen und bringt ihnen immer wieder seinen Ball. Von Simon und Lisbeth, zwei total nette Niederländer, werden wir mit kühlen Getränken im Schatten versorgt. Später dürfen wir uns im Haus die Spieluhrensammlung von Simon ansehen und er führt uns einige Exemplare vor. Wir staunen nicht schlecht, es sind zwischen 1000 und 1500 Exemplare.

 

In Chalon-sur-Saône ist viel mehr los als das letzte Mal, aber jetzt ist es heiß und Sonnenschein. Wir schlendern durch den Park, besuchen den Spielplatz, die Kinder spielen dort mit mir „Feuerwehr“ und wir beobachten von unserem Wohnmobil aus Arbeiter, die wie Sturmtruppler aussehen.

 

Der letzte Ort in Frankreich, den wir besuchen, ist Belfort. Schon auf der Anfahrt zum Stellplatz sehen wir die riesige Festungsanlage. Nach dem Abendessen ziehen wir los und sehen uns das Ganze aus der Nähe an.

Luis ist total beeindruckt von zwei Zugbrücken, über die sogar Autos fahren. Wir folgen den Schildern „Le Lion“, gehen immer weiter, immer höher hinauf.

Auf der Suche nach dem Löwen müssen wir im dunklen durch einen Tunnel. Der Aufgang zur Terrasse, auf der sich diese riesige Löwenskulptur befindet, ist leider schon geschlossen und kostet ansonsten Eintritt. Aber den Löwen können wir dann auf der anderen Seite des Tunnels sehen. 11×22 Meter ist er groß und wurde von Frédéric-Auguste Bartholdi angefertigt, der auch die Freiheitsstatue in New York erschaffen hat.

Wir schlendern an diesem warmen Sommerabend noch etwas durch das Städtchen, alle Leute sitzen heute draußen in Cafés oder Restaurants.

Am nächsten Tag geht es dann über die Grenze nach Deutschland.

 

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