Über Andorra nach Frankreich

So muss ein Stellplatz sein…

Großstadtbesuch

Nach dem letzten Strandbesuch wartet Saragossa auf uns. Hier besuchen wir eine befreundete Familie, die hier schon seit einigen Jahren wohnt. Zum letzten Mal gesehen haben wir uns ungefähr vor zehn Jahren, die Kinder kannten wir bisher nur von Babyfotos. Und so wäre es vermutlich auch geblieben, wären wir nicht mobil!

Mit Haruts Hilfe finden wir ganz in der Nähe einen Parkplatz. Mitten in der Stadt, aber total ruhig, gleich neben einem Spielplatz. Es ist schon eine Ewigkeit für uns her, dass wir wieder in einer Großstadt sind. Die Kinder sehen sich gemeinsam spanische Kinderserien an und spielen zusammen. Etwas Sightseeing, gemeinsames Kochen und Essen, Inline skaten und eine Markthalle ganz in der Nähe. Während in Deutschland nämlich das Obst und Gemüse auf den Märkten eher Exklusivpreise hat, ist es in Spanien dort viel günstiger als in den Supermärkten.

Über Andorra zügig nach Frankreich

Da wir von jetzt an zügiger vorankommen wollen, versuchen wir längere Strecken zu fahren, was die Kinder nicht gerade sehr begeistert. Seit diesem Jahr wird es Luis auch noch vom Autofahren schlecht, was das Ganze noch mehr erschwert. Wir haben schon etliche Tipps ausprobiert, am besten hilft bisher ein Hörbuch oder ein Hörspiel. Aber auch das reißt mittlerweile die Kinder nicht mehr von den Sitzen.

Eine Nacht verbringen wir in Katalonien, in Artesa de Segre. Neben uns übernachtet in einem PKW ein junges Paar, die Scheiben für die Nacht mit Zeitungspapier beklebt. Die Kinder und ich beobachten eine Weile ein Schwalbenpaar, das gerade am Feuerwehrhaus ein Nest baut.

In Andorra gibt es einen Supermarkt, dort darf man offiziell auf dem Parkplatz übernachten. Ist zwar nicht so schön, aber nachdem wir sowieso einkaufen müssen und die Kinder nicht mehr dazu bewegen sind, noch ein Stückchen weiter zu fahren (wir ehrlich gesagt auch nicht mehr), bleiben wir hier. Stimmt, Andorra gehört nicht zur EU, merken wir gleich daran, das unsere mobile Daten nicht mehr funktionieren. Aber im Supermarkt gibt’s WiFi.

Am nächsten Tag geht es weiter über die Pyrenäen. Am Grenzübergang beobachten wir noch, wie gerade ganz akribisch ein PKW untersucht wird. Das wär’s jetzt noch bei uns! Glücklicherweise werden wir vorbei gewunken, nicht einmal die Pässe werden kontrolliert. Die Kinder hoffen auf Schnee, wir haben nämlich eine gute Woche zuvor noch Schneebilder aus Andorra geschickt bekommen. Leider sind hier nur noch vereinzelt ein paar graue Schneeflecken in Straßenreichweite.

Ein genialer Platz zum Freistehen

In Frankreich ist dann unser erster Stopp in Vallègue, direkt an einem See. So muss Freistehen sein! Einige Angler sind hier und den Kindern wird ein riesiger Karpfen gezeigt, der gerade von zwei jungen Männern aus dem See geangelt wurde. Der darf dann aber wieder zurück in den See. Die Kinder sind total begeistert von der High-Tec Angel-Ausrüstung: Wenn ein Fisch angebissen hat, ertönt ein Signal. Am nächsten Tag gehe ich mit den Kindern noch eine Runde um den See, bevor wir weiterfahren.

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