House Sitting

Foto von zwei Kindern, die mit einem Hund spazieren gehen.
Spaziergang mit Hund.

Alfarnatejo

Wir verabschieden uns von der anderen Familie, mit der wir so einige schöne Tage in Andalusien verbracht haben! Wir haben vor ein paar Tagen ganz spontan einen Housesitting Termin vereinbart, daher geht es jetzt für uns weiter nach Alfarnatejo. Vater und Sohn sind hier gerade in ein Haus gezogen und müssen für drei Wochen in ihre Heimat, England. Wir sollen in der Zwischenzeit eine Hündin, zwei Katzen und Hühner versorgen.

Die Umgebung in den Bergen ist schon einmal traumhaft. Die Beiden sind total nett, so fängt das Ganze bei der Übergabe zunächst gut an. Da das Haus schon älter ist und die Vormieter auch nicht besonders pfleglich mit allem umgegangen sind, kommen für uns jeden Tag kleine Herausforderungen auf uns zu. Ist aber nicht so schlimm, wir wohnen ja weiterhin in unserem Wohnmobil. Wir haben hier Dusche, Waschmaschine, Hängematte im Hof, einen Ofen, das wird gleich mal genutzt. Die Kinder haben einen Heidenspaß mit dem Trampolin, der Playstation und sehen sich Kinderfilme auf englisch an. Kuscheln mit den Tieren inbegriffen.

Eigentlich sind wir mobil – nur gerade jetzt nicht

Erstes kleineres Problem: kein WiFi. Macht ja nichts, wir haben extra eine spanische SIM-Karte mit mobilen Daten gekauft.

Zweites größeres Problem: Kein Handyempfang, keine bzw. sehr schlechte Internetverbindung. Das heißt, mein Plan, die Zeit zum Arbeiten zu nutzen, fällt schon mal flach. Tja, unter anderen Umständen würden wir jetzt einfach weiterfahren. Können wir jetzt aber nicht. Eine ganz neue Erfahrung für uns.

Richtig spannend und interessant wird es aber, als der Hausbesitzer zu Besuch kommt. Wir wurden schon darauf aufmerksam gemacht, dass er hier aufkreuzen will. Beim zweiten Besuch gibt er uns zu verstehen, dass er jetzt seine Hunde hier in „seinem“ Haus lassen will. Das Problem: Einer davon jagt Hühner. Ist ihm egal. Uns aber nicht. Er besteht darauf, dass das sein Haus ist und er hier machen kann, was er will und will gar nicht darüber diskutieren. Wir „retten“ die Hühner in ein Badezimmer, er findet, das ist ein guter Platz für die Hühner, hier können sie bleiben.

Ab jetzt bleiben die Hunde hier. Einer jagt Hühner und die Katzen, der andere ist sehr schwierig im Umgang, weil er von den vorherigen spanischen Besitzern grausam behandelt wurde. Der Hausbesitzer sagt von sich selbst, dass er ein Arschloch ist (dem gibt es übrigens wirklich nichts hinzuzufügen!): Jackpott, Hauptgewinn!

 

Wir wollen nur noch weg!

Zwar entspannt sich die Lage in den nächsten Tagen etwas und der Hausbesitzer zeigt auch ab und zu seine nette Seite, erzählt uns zum Beispiel von Schlangen auf seinem „Campo“ und wo man Schildkröten beim Sonnen beobachten kann. Prompt sieht Luis, an einer anderen Stelle, eine Schildkröte im Fluss. Eine Schlange im Wasser können wir auch beobachten. Wir bekommen von ihm Olivenöl geschenkt, das auf eine ganz spezielle, uralte Art hergestellt wird, mit Oliven von seinen Olivenbäumen. Aber wir warten trotzdem (un-)geduldig auf den Tag, an dem die Besitzer der Tiere wieder zurück kommen und können es gar nicht erwarten, wieder weiterzuziehen. Sehr schade, den Damian und Jack sind wirklich total nett und wir hätten gerne noch ein wenig mit ihnen gequatscht und Zeit verbracht. Aber die Situation ist uns dann doch zu extrem.

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